Das Archiv
Schuljahr 2008/09
SchülerInnengedenktag
Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz haben wir am 29. Januar 2009 (Eigentlich war die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar...) wieder am SchülerInnengedenktag im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium teilgenommen.
Nach dem anfänglichen Grußwort von Herrn Schramma und dem kleinen Interview bezüglich rechtsradikaler Gefahr, das wir mit ihm führen durften, gestaltete sich der Tag durch die vielen schönen Beiträgen Kölner SchülerInnen zum Thema. Es war ein schön gestalteter und nachdenklicher Tag, zu dem wir zwei Gedichte verfasst und vorgetragen haben.
Schwarzer Rauch zieht durch die Straßen (2009)
Schwarzer Rauch zieht durch die Straßen
Der große Brand schon längst vergangen
schwelt er weiter ungefangen
so dringt das Schwarze unerkannt
durch Ritzen und Fugen steckt so manchen Kopf in Brand
Ganz langsam breitet es sich aus
pickt sich gezielt die kleinen trockenen Ästlein heraus
Wir wollen's nicht sehen, wollen's nicht wissen
Bis es das nächste Loch in unsere Mitte gerissen
Schwarzer Rauch zieht durch die Straßen
Wir wollen's löschen es ertränken
wollen es in den Tiefen der Erde versenken
wir treten, schlagen und schließen es ein
Doch stiebt das Feuer nur auseinander, bricht durch unsere Reih'n
Immer neue Brände werden entfacht
Immer neue trockene Zweiglein erhalten die Übermacht
Der schwarze Rauch in unseren Gassen
ist nicht zu löschen ist nicht zu fassen
Dies zu glauben sei kein Narr
welch bessere Moral, wenn du selbst der Barbar
Viel wicht'ger unser redliches Bemüh'n
jeder noch so Dürre Zweig zu ansehnlichem Grün
(Moritz Grünberger)
Dinge, die ein Mensch nicht versteht & Dinge, die ein Mensch noch weniger versteht
Es sind nicht nur die Vorurteile,
es ist die Angst.
Es sind nicht nur die zerbrochenen Fensterscheiben,
es sind die Selbstzweifel, die ihnen auferlegt wurden.
Sie wollen sie nicht.
Es ist nicht nur der Verlust von Freiheit,
es ist der Ausschluss aus der Gesellschaft.
Es ist nicht nur das Leben, was ihnen zur Hölle gemacht wurde,
es ist die Gewissheit.
Sie sehen sie nicht als Menschen.
Es ist nicht nur der Stern,
es ist der Grund, warum sie sich vom Leben verabschieden mussten.
Es ist auch nicht allein die Ideologie,
es ist die Unschuld, die sie für ihren Tod trugen.
Sie betrieben Völkermord. Grundlos und unverzeilich.
(Anja Münchrath)
Mach's mit again Welt-Aids-Tag 2008!
Auch in diesem Jahr haben wir am 1. Dezember anlässlich des internationalen Welt-Aids-Tages wieder fleissig Informationsmaterial, Kondome und Schleifen verteilt. Denn obwohl sich viele Schulen im Schulunterricht diesem Thema widmen und es mitlerweile Medikamente gibt, die den Krankheitsverlauf verlangsamen, hat sich gezeigt, dass die Gefahr noch sehr bedrohlich ist, da viele Schüler immernoch unzureichend aufgeklärt sind und eine komplette Heilung trotz umfangreicher Forschungen noch nicht möglich ist.
Schulstreik 2008
Am Mittwoch dem 12.11.2008 fand der erste bundesweite Schulstreik statt.
Die BSV-Köln unterstützte diesen damals mit einer Demo auf dem Rathausvorplatz in der Kölner Innenstadt, im Rahmen einer ausserordentlichen Bezirksdeligiertenkonferenz.
Unter anderem wurde die Abschaffung der Kopfnoten, der verkürzten Schulzeit unter G8 und des dreigliedirigen Schulsystems, sowie mehr Lehrpersonal und Chancengleichheit gefordert.
Unten findet ihr Fotos sowie den Flyer mit den zentralen Forderungen.
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Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ durchführen. Auf Einladung der selbsternannten „Bürgerbewegung pro Köln“ wollen bis zu 1000 Rechte verschiedenster Couleur (vom klassischen Neonazi bis hin zu Rechtskonservativen) unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Islamkritik ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion verbreiten.
„pro Köln“ ist eine extrem rechte Organisation, die seit Jahren in Köln und auch überregional rassistische Politik betreibt. Viele FunktionärInnen und Mitglieder von „pro Köln“ kommen aus neonazistischen Parteien und Gruppierungen wie etwa der NPD, den „Republikanern“ und der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“. In letzter Zeit hetzte „pro Köln“ vorrangig gegen den Bau einer Moschee in Köln-Ehrenfeld und ging mit rassistischer und extrem rechter Propaganda auf Wählerfang.
Für den Kongress im September haben sich unter anderem VertreterInnen extrem rechter Parteien aus Österreich (FPÖ), Belgien (Vlaams Belang), Italien (Lega Nord), den USA (Robert Taft Group), Großbritannien (British National Party), Spanien und Ungarn angesagt. Außerdem soll der international bekannte Vorsitzende der extrem rechten Front National (FN), Jean Marie Le Pen, anläßlich des Kongresses in Deutschland auftreten. Mit ihrem europaweiten Hetzkongress verfolgen die altgedienten NeofaschistInnen von „pro Köln“ zwei Ziele: Erstens soll die Zusammenarbeit extrem rechter Parteien aus ganz Europa ausgebaut werden. Zweitens will „pro Köln“ mit dieser Großveranstaltung den Wahlkampf für die NRW-Kommunalwahlen 2009 eröffnen.
Wir werden weder ein solches internationales rassistisches Treffen dulden, noch zulassen, dass „pro Köln/pro NRW“ im Kommunalwahlkampf ungestört ihre rassistische Propaganda betreiben kann. Daher rufen wir dazu auf, diesen Kongress zu verhindern!
Dies kann uns nur gelingen, wenn an diesen Tagen möglichst viele Menschen gemeinsam den Veranstaltungsort blockieren und den Rechten den Durchgang versperren. Bei aller Unterschiedlichkeit unserer politischen Ansichten verbindet uns dieses Ziel. Wir werden ihnen dabei unsere Entschlossenheit entgegensetzten und durch unsere Gemeinsamkeiten und Vielfalt unberechenbar sein. Mit dem Mittel des zivilen Ungehorsams werden wir „pro Köln“ und Gefolge in die Schranken weisen.
Beteiligt euch an Massenblockaden rund um den Kongressort!
Sie kommen nicht durch!
Schüler gegen Rechts Kongress
Am 06.09.08 veranstalten wir den Tag gegen Rechts, einen Kongress gegen Rassismus und Faschismus ihr seid herzlich eingeladen.
Der Zeitpunkt des Kongresses ist gezielt in das Vorfeld des „Anti-Islamisierungskongress“ der rechtsextremen Partei ProKöln und ihr Landesverband ProNRW gegelegt worden. Dieser findet vom 19. bis 21. September 2008 in Köln statt. Rechte Organisationen mobilisieren über die Grenzen Deutschlands hinaus zu diesem Kongress, und auch das Referenten Publik stammt aus verschiedenen europäischen Ländern, wie Dänemark, Holland und Österreich. Diese rechte Großveranstaltung richtet sich inhaltlich gegen die so genannte „Überfremdung“ und Islamisierung der deutschen Gesellschaft. Außerhalb der rechten Szene versucht ProNRW das Image der „Bürgerinitiave“ aufrecht zu erhalten, indem sie die Forderung nach Verboten von Moscheebauten und Minaretten in der deutschen Städtelandschaft forcieren. Damit schüren sie intensiv Ängste und vorhandene gesellschaftliche Barrieren der deutschen Bevölkerung gegenüber muslimischen Mitbürgern und ihrer Kultur. Vor allem aber zielt ihr identitätsstiftender Nationalismus auf junge Menschen, die schlechtere Chancen auf Ausbildungs- und Studienplätze haben. Das gesamtgesellschaftliche Problem der jugendlichen Perspektivlosigkeit und Zukunftsangst wird ausgenutzt und für fremdenfeindliche Feindbilder instrumentalisiert.
„Der Tag gegen Rechts“ wird im unmittelbaren Vorfeld des Anti-Islamisierungskongresses stattfinden, und somit auch einen Beitrag zum politischen W iderstand gegen rechtsextreme Hetze in der Mitte der Gesellschaft beitragen. Das übergeordnete politische Ziel ist folglich ein öffentliches Signal für eine deutsche Gesellschaft in der ein friedliches Miteinander der verschiedenen Kulturen und Religionen möglich ist. Über sechzig Jahre nach dem Untergang des Faschismus, darf es in Deutschland nicht wieder zu einer Stigmatisierung und Ausgrenzung von Mitbürgern mit nicht-christlichem religiösen Hintergrund kommen, weshalb besonders den muslimischen Mitbürgern das Gefühl zu vermitteln ist, ihre Religion und Kultur als Bereicherung der deutsche Gesellschaft wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Den WDR-Bericht über den "Tag gegen Rechts" gibt es hier.
Schuljahr 2007/08
SchülerInnengedenktag
Am 24. Januar fand morgens im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Köln wieder eine Veranstaltung zum SchülerInnengedenktag (27.Jan) statt.
Auch dieses Jahr hat die BezirksschülerInnenvertretung ihren Beitrag geleistet!
Die Veranstaltung war wie jedes Jahr gut besucht und wir haben sehr viele positive Rückmeldungen für unsere Arbeit bekommen.
Welt Aids Tag
Hier sind ein paar Bilder vom Welt-Aids-Tag 2007.
Wir haben mit eurer Hilfe 2154,94 Euro gesammelt, was der Aids Hilfe Köln zu Gute kommt.
Danke allen Helfern.
Stimmen gegen den Krieg
USA: Stimmen gegen den Krieg
Connection e.V. und die Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen ( DFG-VK ) haben eine bundesweite Rundreise von US Kriegsgegnerinnen organisiert. In 22 Städten werden Aimee Allison, Verweigerin des Kriegsdienstes im 2. Golfkrieg und Aktivistin in der Antirekrutierungskampagne und Lori Hurlebaus, Koordinatorin bei "Courage to Resist", Unterstützungskampagne für US-Verweigerer, über Ziele der US-Friedensbewegung informieren.
In Köln wird neben Aimee Allison der 2004 aus dem Irak-Krieg desertierte Verweigerer aus Gewissensgründen Chris Capps Montag, dem 29.10. 2007 in der "AltenFeuerwache" ( Melchiorstr.3, Nähe Ebertplatz) im "Großen Saal" (19 Uhr 30) über die Gründe für seinen Ausstieg aus dem Krieg und der Armee berichten.
Zusätzlich bietet die Kölner Initiative "Bundeswehr wegtreten", neben einer Abendveranstaltung von 11 Uhr bis 13 Uhr eine Informationsveranstaltung speziell für SchülerInnen an.
Die Veranstaltung ist geeignet und wichtig für SchülerInnen der Jahrgänge 10 bis 13 (in der Oberstufe vor allem SoWi -, Geschichts - und Englischkurse). Diese Jahrgänge sind in den letzten Jahren zunehmend Objekt der Bundeswehr-Werbeoffensiven für den Einsatz bis zum "Hindukusch". Das Militär-Marketing ist inzwischen auch in Schulen angekommen. Mit der Veranstaltung am 29.10. will die Initiative "Bundeswehr wegtreten!" alternative authentische Informationen über Ziele und Methoden des globalen Kriegshandwerks anbieten.
Eure BSV-Koeln





















